Zum zweiten Todestag von A. Mozgovoy

Es ist nicht schlimm, im Mai zu sterben.
Macht dem Totengräber keine Qual.
Man hört der Nachtigallen Werben,
so wunderschön, ein letztes Mal.

Des Maiens erste Stürme fegen
hinweg über stille Beerdigungen.
Mit Tränen mischt sich der fallende Regen,
spült hinweg die schlimmen Erinnerungen.

Die Grabeshügel, sonst doch so öd,
wird der grüne Rasen säumen.
Vielleicht ein kleines Kreuzchen steht
unter alten Birkenbäumen.

Raschelnde Blätter im Winde verweht,
ganz leise. Sie sagen: Nun ist es vollbracht.
Des Grases Grün noch längst nicht vergeht.
Der Frühling ist eben erst wiedererwacht.

Es ist nicht schlimm, im Mai zu sterben.
In lauen, hellen Frühlingstagen
das ewige Leben mag ich erwerben,
auch wenn noch viele Zweifel nagen.

Es ist nicht schlimm, im Mai zu sterben.

Nach Aleksey Borisovich Mozgovoy

 


Der Sirko hat ihn sehr verehrt. Und sein Lied – nur wie er es kann –  aus dem Russischen übertragen.

[bw]

Und sie töten doch!

[sirko] Über Terroranschläge zu berichten, kommt etwa dem Beklagen der Zustände der Welt gleich, mit dem Wissen im Hinterkopf, dass nichts sich ändern wird. Auch nach einem weiteren Anschlag in Großbritannien mit mindestens 22 Toten und mehr als 60 Verletzten, diesmal in Manchester, wird sich das übliche Betroffenheitsritual abspulen. Staats- und Regierungschefs kondolieren, Wahrzeichen werden bunt angestrahlt, ein Teil der Bevölkerung ist schockiert, ein weiterer Teil hat andere Sorgen. Alles wie gehabt. Kein zaghaftes Aufflammen von gerechtem Zorn, kein weithin vernehmbarer Ruf nach wirksameren Maßnahmen gegen den Terror, der über die üblichen Gemeinplätze hinausgeht. Wieder wird an uns die Parole ausgegeben werden, uns in unserer Lebensweise nicht beeinträchtigen zu lassen. Welche Lebensweise ist damit eigentlich gemeint? Die des willigen Opfers irrer Gewalttäter vielleicht? Welche auch immer damit bemüht wird, man muss anerkennen, dass sie nicht von allen Menschen geteilt wird, sondern es auch nicht wenige Leute gibt, die dafür nichts als Verachtung und Abscheu empfinden.

Sie sind da und lassen sich nicht wegreden!

Worüber man in Deutschland noch eifrig diskutiert, ist in Großbritannien längst vorhanden. Weite Teile des öffentlichen Raums werden videoüberwacht, weitreichende Überwachungsmaßnahmen werden angewendet, zum Zeitpunkt des Anschlags herrschte die zweithöchste Terrorwarnstufe. Dennoch dieser Anschlag! Er zeigt, es ist ein Trugschluss, allein durch immer mehr Personal und immer mehr Rundum-Überwachung ein höheres Maß an Sicherheit zu erlangen. Zwei Bausteine bilden noch lange kein Haus. Und alle Grundlagen bleiben Planspiele, wenn die Erkenntnisse nicht zu effektiven Reaktionen führen. Doch diese bleiben weitgehend aus.

In den westlichen Gesellschaften scheint die Grundvoraussetzung für das viel beschworene Zusammenleben, nämlich das LEBEN an sich, in den Hintergrund getreten zu sein. Während die tatsächlichen Radikalen immer wieder Menschen töten, werden jene, die sich dagegen zur Wehr setzen wollen und bessere Mittel und Methoden zur Terrorbekämpfung einfordern, als die eigentlichen Radikalen verunglimpft. Es werden Bündnisse mit Regierungen geschmiedet, deren Ländern die Söldner des Dschihad entstammen, und gleichzeitig werden jene Staaten verurteilt, die gegen diese Banden ankämpfen. Das politische Kalkül überschattet den Wunsch der Menschen nach Frieden, Ordnung und Sicherheit.

Die Welt steht Kopf!

Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer dieses schrecklichen Attentats und den Verletzten. Den Toten ewigen Frieden.


Das Themenbild zeigt deutsche Elitepolizisten.

The Daily Schulz

Chancengleichheit ist ein wichtiges Anliegen aller Parteien. Diese soll auch für Wahlkämpfe gelten. Damit Frau Merkel sich nicht allzu siegessicher wähnen kann, beginnt STEPPENSTURM eine Charmeoffensive für Martin Schulz, der trotz seiner Befähigung über Wasser zu gehen, derzeit ziemlich abgesoffen untergegangen wirkt. Also findet sich hier zu seiner Unterstützung in der nächsten Zeit von Montag bis Freitag je ein eigens zu diesem Zweck gestaltetes Wahlplakat!

Zur Einleitung kommt der Kampagnenmanager zu Wort:

schulz redet